© Wirtschafts-Vereinigung Bensheim e.V. / Foto: Johannes Kaiser

Wirtschaftsvereinigung Bensheim lud zum Diskussionsforum zur Bürgermeisterwahl ein Bensheim.

Wirtschafts-Vereinigung Bensheim e.V.

von Johannes Kaiser · · 2 Minuten Lesezeit

Die Wirtschaftsvereinigung Bensheim hatte am 11. August 2026 zum Diskussionsforum zur bevorstehenden Bürgermeisterwahl in den Bensheimer Bürgersaal eingeladen. Ziel der Veranstaltung war es, den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Mitgliedern der Wirtschaftsvereinigung die Möglichkeit zu geben, die Kandidaten persönlich kennenzulernen und ihre Positionen zu zentralen Zukunftsfragen der Stadt zu vergleichen.

Eingeladen waren die sechs Bewerber um das Amt des Bürgermeisters: Carmelo Torre, Stefan Juchems, Harry Hegenbarth, Justin Arnold, Matthias Penteker und Kevin Bösel. Zwei Kandidaten konnten nicht teilnehmen: Herr Justin Arnold war krankheitsbedingt verhindert, Herr Kevin Bösel musste aus beruflichen Gründen absagen.

Moderiert wurde die Diskussionsrunde von Yasmin Schütte und Jan Siefert. Zum Auftakt erhielt jeder anwesende Kandidat zwei Minuten Zeit, um sich kurz vorzustellen, seine Motivation für die Kandidatur darzulegen und zu erläutern, warum er sich für die Verwaltungsspitze der Stadt Bensheim besonders geeignet sieht. Auch die Frage, was aus Sicht der Bewerber in den vergangenen Jahren liegen geblieben ist, wurde bereits in der ersten Runde aufgegriffen.

Die gut besuchte Veranstaltung begann in einer konzentrierten und aufmerksamen Atmosphäre. Im Verlauf des Abends entwickelte sich die Diskussion zunehmend lebhafter und emotionaler, was der Runde zusätzliche Dynamik verlieh und zeigte, wie groß das Interesse an der künftigen Entwicklung Bensheims ist.

Inhaltlich standen sechs Themenfelder im Mittelpunkt: Stadtentwicklung, Innenstadt und Einzelhandel, Haushalt und Finanzen, Lebensqualität in Bensheim, Wirtschaft und Standortentwicklung, Verwaltung und Digitalisierung sowie die Frage, wie ein künftiger Bürgermeister mit einer Stadtverordnetenversammlung zusammenarbeiten möchte, in der er gegebenenfalls keine eigene Mehrheit hat.

Am Ende der Diskussion hatten die Kandidaten noch einmal Gelegenheit zu einem abschließenden Statement. Im Anschluss wurde in einer nicht repräsentativen Stimmungsabfrage ermittelt, welcher Kandidat sich aus Sicht des Publikums besonders überzeugend präsentiert hatte beziehungsweise die meisten Unterstützer mobilisieren konnte. Dabei erhielt Harry Hegenbarth mit Abstand die meisten Stimmen.

Insgesamt war das Diskussionsforum eine gelungene Veranstaltung, die weniger schnelle Antworten als vielmehr die unterschiedlichen Persönlichkeiten, Haltungen und Schwerpunkte der Kandidaten sichtbar machte. Für die bevorstehende Wahl bleibt es empfehlenswert, sich zusätzlich mit den jeweiligen Programmen auseinanderzusetzen. Jan Siefert brachte es zum Abschluss mit einem klaren Appell auf den Punkt: „Gehen Sie wählen!“

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