© ANNETTE STIER – Fotografie / Annette Stier
Wofür ein Foto im Unternehmen gebraucht wird
Aufträge der Bensheimer Fotografin Annette Stier zeigen, was vor dem Fotografieren geklärt werden muss: Wer braucht das Bild, wo erscheint es und was soll darauf zu erkennen sein?

von Annette Stier · · 14 Minuten Lesezeit
Aufträge der Bensheimer Fotografin Annette Stier zeigen, was vor dem Fotografieren geklärt werden muss: Wer braucht das Bild, wo erscheint es und was soll darauf zu erkennen sein?
BENSHEIM · 16. OKTOBER 2026
Fünfzehn Minuten vor der Kamera, einige Wochen später auf einem Großflächenplakat im Kreis Bergstraße. So lief ein Teil der Bildproduktion für die Kreistagswahl 2026: Christian Engelhardt, Birgit Heitland und Angelika Beckenbach wurden im Bensheimer Studio von Annette Stier fotografiert. Die anschließende Gestaltung übernahm die beauftragte Werbeagentur.
Dazwischen lagen Arbeitsschritte, die auf dem fertigen Plakat niemand mehr sieht. Die Fotografin musste Licht und Perspektive für mehrere Personen aufeinander abstimmen, die ausgewählten Bilder bearbeiten und die Dateien so übergeben, dass die Agentur damit ohne erneuten Fototermin weiterarbeiten konnte.
An diesem Auftrag lässt sich ablesen, wie Stier ihre Arbeit versteht. Sie fragt bereits beim Briefing nach den späteren Anwendungen. Ein Bild für die Internetseite wird anders angelegt als eine Aufnahme für eine Veranstaltungsankündigung oder ein Plakat. Wer dieselbe Fotografie überall verwendet, bemerkt die Einschränkungen häufig erst bei der Gestaltung.
In ihrem rund 150 Quadratmeter großen Loft-Studio in Bensheim fotografiert Stier Geschäftsführungen, Selbstständige, Berater und andere Berufstätige. Zu ihren Aufträgen gehören auch Reportagen am Arbeitsplatz. Sie ist Fotografenmeisterin, trägt den Abschluss Bachelor Professional im Fotografenhandwerk und führt seit 2002 ein eigenes Studio.
DER ANSATZ / FOTOGRAFIE UND MARKENAUFTRITT
Die Aufgabe steht vor der Kamera
Personal Branding ist im Unternehmensalltag ein Sammelbegriff geworden. Gemeint ist der erkennbare berufliche Auftritt einer Person. Eine Markenberatung kann dafür Zielgruppen, Angebot und Botschaften erarbeiten. Stier übernimmt die fotografische Planung und Umsetzung. Im Vorgespräch legt sie mit ihren Kunden fest, welche Bilder für den bestehenden oder geplanten Auftritt fehlen.
Das klingt selbstverständlich, wird aber oft erst nach einem Shooting zum Problem. Für die Website liegt ein gutes Porträt vor, im Querformat bleibt neben dem Gesicht jedoch kein Platz für die Überschrift. Das quadratische Profilbild lässt sich kaum für einen Zeitungsartikel verwenden. Für eine Stellenausschreibung fehlt eine Aufnahme, auf der die Arbeitsumgebung zu sehen ist.
„Personal Branding Photography als visuelles Markensystem“ nennt Stier den Ansatz. Hinter der Bezeichnung steckt eine Motivliste, die sich am geplanten Einsatz orientiert. Der von ihr verwendete Begriff „Business-Job“ bezeichnet die Aufgabe einer Aufnahme: Profilbild, Titelmotiv, Berichtsfoto, Einblick in die Arbeit oder Material für eine Kampagne. Welche Motive sinnvoll sind, hängt vom Unternehmen ab.
Die Abstimmung erfolgt vor dem Termin. Zunächst steht fest, für welche Medien die Fotos vorgesehen sind. Daraus ergeben sich Bildausschnitt, Format und Platz für Schrift oder Gestaltungselemente. Kleidung, Hintergründe und Beleuchtung werden auf diese Anforderungen abgestimmt. Die Person muss auf allen Aufnahmen wiedererkennbar bleiben, auch wenn einzelne Bilder unterschiedliche Zwecke erfüllen.
Vier Produktionen aus dem Kreis Bergstraße zeigen, wie weit die Anforderungen auseinanderliegen können. Bei einer Beraterin genügt der Wechsel von Kleidung und Hintergrund, um eine zusammenhängende Serie zu variieren. Bei einer Unternehmerin liefert erst die Werkstatt den passenden Kontext. Bei einer Coachin gehört die Atmosphäre der Praxis zur Bildaussage.
PROJEKT 01 / BERATUNG
LEADERIAL: eine Beraterin, mehrere Auftrittsorte
Anne-Karien Weidl berät mit LEADERIAL Führungskräfte und Organisationen. Ihre Angebote betreffen Führung, Zusammenarbeit und Organisationsentwicklung. Wer sich über sie informiert, begegnet ihr womöglich zuerst auf LinkedIn, später auf ihrer Website und schließlich in einer Präsentation oder auf der Einladung zu einem Vortrag.
Für diese verschiedenen Situationen entstanden im Studio in Bensheim Porträts mit fünf Outfits und mehreren Hintergründen. Das Ziel war eine Serie, aus der sich für den jeweiligen Kanal ein geeignetes Motiv auswählen lässt. Die Auswahl umfasst unter anderem Aufnahmen im weißen und im roten Hosenanzug sowie Bilder an einer hellen Galerie.
Der Unterschied liegt in der Verwendung. Das Porträt im weißen Hosenanzug ist zurückhaltend komponiert und für klassische Unternehmenskontexte vorgesehen. Der rote Hosenanzug setzt einen stärkeren farblichen Akzent. Im Querformat an der Galerie bleibt neben Weidl freie Fläche für eine Titelzeile. Für ein LinkedIn-Profil ist dieser Raum nicht erforderlich; auf einer Website kann er für die Gestaltung entscheidend sein.
Auch der Bildausschnitt wird nicht am Ende beiläufig verändert. Bei einem quadratischen Profilbild muss das Gesicht selbst in kleiner Darstellung gut zu erkennen sein. Für eine Startseite dürfen mehr Umgebung und Abstand zwischen Person und Bildrand vorgesehen werden. Ein Veranstalter braucht möglicherweise eine freigestellte oder neutral einsetzbare Aufnahme.
Stiers Dokumentation der Serie zeigt acht Motive mit ihren vorgesehenen Anwendungen. Dort wird nachvollziehbar, warum ein zweites Porträt nicht zwangsläufig eine Wiederholung des ersten sein muss. Es gibt dem Unternehmen eine weitere Möglichkeit, sein Bildmaterial einzusetzen.
Zum Projekt: LEADERIAL-Fallstudie mit Bildbeispielen.
PROJEKT 02 / INHABERGEFÜHRTES UNTERNEHMEN
KRAFTSTOFF Fashion: Die Gründerin im Betrieb
Ines Korkowski hat KRAFTSTOFF Fashion in Birkenau gegründet. Das Unternehmen berät Betriebe bei der Auswahl von Berufsbekleidung und Corporate Fashion. Korkowski hat Kommunikationsdesign studiert und vor der Selbstständigkeit als Designerin gearbeitet. Bei diesem Projekt lag es nahe, die Unternehmerin gemeinsam mit den Produkten und den Räumen ihres Betriebs zu zeigen.
Fotografiert wurde am Firmengebäude, im Showroom und in der Werkstatt. Ein Porträt auf der Steintreppe stellt Korkowski als Person vor. Ein Bild zwischen Kleidungsstücken zeigt unmittelbar das Geschäftsfeld. Auf einer dritten Aufnahme arbeitet sie an einer Transferpresse. Für Leser einer Unternehmenswebsite sind das drei verschiedene Informationen.
Die Bildserie gibt der Gründerin Platz, ohne das Unternehmen aus dem Blick zu verlieren. Wer sich über Corporate Fashion informiert, möchte schließlich auch sehen, womit der Anbieter arbeitet. Stoffe, Kleidungsstücke und Fertigungsschritte liefern mehr Auskunft über die Leistung als ein neutraler Hintergrund.
Bei den Aufnahmen vor dem Gebäude orientierte sich die Kleidung an den vorhandenen Farben und Materialien. Im Inneren änderte sich die Bildsprache: Dort kamen die Waren und die Arbeitsabläufe hinzu. Diese Zusammenstellung erlaubt es Korkowski, sich auf der Website als Gründerin vorzustellen und an anderer Stelle das Sortiment oder die Arbeit des Unternehmens sichtbar zu machen.
Für kleinere, inhabergeführte Firmen ist das besonders praktisch. Die Unternehmerin steht häufig selbst für Anfragen und Beratung zur Verfügung. Ein Foto von ihr kann daher zugleich ein persönliches Porträt und der Einstieg in eine Beschreibung des Betriebs sein. Welcher Ausschnitt verwendet wird, entscheidet sich nach dem jeweiligen Zweck.
Zum Projekt: Personal-Branding-Reportage bei KRAFTSTOFF Fashion.
PROJEKT 03 / COACHING
Aussichtsreich: Die Räume gehören zur Geschichte
Bei der Coachingpraxis Aussichtsreich in der Bensheimer Altstadt war der Arbeitsort von Anfang an Teil des Konzepts. Inhaberin Gundula Bunge-Glenz begleitet Frauen in persönlichen Veränderungsprozessen. Wer eine solche Dienstleistung in Anspruch nehmen möchte, findet vor der ersten Begegnung vor allem Informationen zur Person, zum Angebot und zum Ort des Gesprächs.
Die Praxis befindet sich in einem Fachwerkhaus in der Altstadt. Helle Räume, Holz und die Fenster prägen ihre Atmosphäre. Stier fotografierte Bunge-Glenz unter anderem am Tisch, an der Treppe und am Fenster. Dazu kamen Porträts sowie Details der Einrichtung. Die Bilder sind für unterschiedliche Stellen auf der Website gedacht.
Auf einem Porträt ist die Coachin direkt zu sehen. Ein zweites Foto zeigt den Platz, an dem Gespräche stattfinden. Eine weitere Aufnahme hält die Vorbereitung einer Sitzung fest. So kann die Website Fragen beantworten, die ein Kopfporträt offenlässt: Wie sehen die Räume aus? Wie arbeitet die Anbieterin? Wo komme ich beim ersten Termin an?
Die Arbeit vor Ort verlangte andere Entscheidungen als ein Studiotermin. Licht, Räume und vorhandene Farben wurden in die Aufnahmen einbezogen. Die Kleidung passte Stier mit der Kundin an die einzelnen Motive an; während des Shootings gab sie Hinweise zu Haltung und Blickrichtung. Das Verfahren soll auch Menschen Sicherheit geben, die selten vor einer Kamera stehen.
Für Bunge-Glenz entstand eine Serie, in der die Porträts und die Aufnahmen der Praxis zusammenpassen. Ein potenzieller Kunde sieht so mehrere Ansichten desselben Angebots. Wie die einzelnen Bilder eingesetzt werden, bestimmt die Gestaltung der Website.
Zum Projekt: Fallstudie Aussichtsreich mit fotografiertem Praxisalltag.
PROJEKT 04 / AUFTRAG FÜR EINE KAMPAGNE
Kreistagswahl: Das Foto als Vorlage für die Agentur
Bei den Porträts für die Kreistagswahl 2026 lagen die Zuständigkeiten anders als in den drei vorherigen Projekten. Die beauftragte Werbeagentur entwickelte das Kampagnenkonzept und formulierte das Briefing. Stier fotografierte die CDU-Spitzenkandidaten Christian Engelhardt, Landrat des Kreises Bergstraße, Birgit Heitland und Angelika Beckenbach im Studio. Das fertige Plakat gestaltete die Agentur.
Für die einzelnen Kandidaten waren kurze, vorbereitete Termine vorgesehen. Die Einstellungen für die Beleuchtung standen vor Beginn bereit. Glanzstellen wurden bei Bedarf mattiert. Die Aufnahmen erschienen unmittelbar auf dem Studiomonitor, sodass die Beteiligten die Bildauswahl noch während des Termins beurteilen konnten.
Im Anschluss bearbeitete Stier die gewählten Porträts. Nach dem Retuschieren mussten die Gesichter und Hauttöne in der Serie zusammenpassen. Zur Übergabe gehörten hochauflösende Dateien und für die weitere Gestaltung geeignete Versionen. Bei Plakatmotiven sind Beschnitt, mögliche Freisteller und das Farbmanagement Teil der Produktionsplanung.
Die Druckdaten entstanden erst danach. Die Agentur setzte Porträts, Typografie und weitere Gestaltungselemente zu einer Kampagne zusammen. Von den Studioaufnahmen bis zum Plakat gab es also mehrere aufeinanderfolgende Arbeitsschritte. Die Qualität jedes Schritts bestimmt mit, ob der nächste ohne zusätzliche Korrekturen erledigt werden kann.
Für die Fotografin ist eine solche Zusammenarbeit vor allem eine Frage sauberer Absprachen. Sie braucht das geplante Format, den Abgabetermin und die technischen Vorgaben. Für Konzept und politische Botschaft war sie nicht verantwortlich. Die fotografische Leistung bestand darin, die Motive innerhalb des vorgegebenen Rahmens herzustellen.
Zum Projekt: Vom Studio zum Wahlplakat: Ablauf und Bildmaterial.
PLANUNG / WELCHE BILDER WIRKLICH FEHLEN
Was in einer Bildbibliothek stehen sollte
Bei der Besprechung eines Auftrags kann es helfen, die bereits vorhandenen Kommunikationsmittel nebeneinanderzulegen. Die Startseite der Website, das LinkedIn-Profil, eine Präsentation und die letzte Pressemitteilung zeigen schnell, ob ein gemeinsamer Bildbestand dafür ausreicht. Häufig gibt es mehrere ähnliche Porträts, aber kaum Fotos von der eigentlichen Arbeit.
Stier unterscheidet dafür sieben wiederkehrende Verwendungen. Ein Profilfoto muss auch als kleine Darstellung erkennbar sein. Ein Porträt für eine Experten- oder „Über uns“-Seite soll die berufliche Rolle zeigen. Die Startseite verlangt meist ein Querformat, dessen Ausschnitt auf Computer und Smartphone funktioniert. Aufnahmen aus dem Arbeitsalltag erklären Tätigkeiten und Abläufe. Fotos der Räume geben Auskunft über den Ort. Für Presse oder Vorträge werden gesondert verwendbare Hoch- und Querformate benötigt. Bei Kampagnen kommen die Vorgaben von Agentur und Produktion hinzu.
Aus dieser Bestandsaufnahme entsteht die Motivliste. Bei einem kleinen Beratungsunternehmen kann sie kurz sein. Für eine Praxis mit mehreren Beschäftigten wird es mehr Varianten geben. Ein Betrieb mit Werkstatt oder Showroom benötigt womöglich Fotografien, auf denen die Mitarbeiter bei der Arbeit zu sehen sind. Eine feste Mindestzahl ergibt sich daraus nicht.
Die wichtigste Entscheidung fällt deshalb häufig schon vor dem Fotografieren: Welche Aufnahmen sollen das Unternehmen in den nächsten Monaten tatsächlich vertreten? Ein Bild, das keinen vorgesehenen Platz hat, muss man nicht produzieren. Das spart am Ende womöglich Zeit bei der Auswahl und der späteren Bearbeitung.
IM STUDIO / VON DER MOTIVLISTE ZUR DATEI
Wie die Aufnahmen entstehen
Im persönlichen Vorgespräch lässt sich klären, ob die Bilder im Studio oder vor Ort entstehen sollen. Ein einheitlicher Porträtaufbau lässt sich unter Studiolicht gut wiederholen. Wenn Waren, Arbeitsplätze oder Räume für die Geschichte wichtig sind, bietet der Unternehmensstandort mehr Informationen. Bei manchen Aufträgen werden beide Möglichkeiten kombiniert.
Danach folgen die Vorbereitungen für den Termin. Dazu gehören die Reihenfolge der Motive, die benötigten Formate und die Auswahl der Kleidung. Stier stimmt Licht und Hintergrund auf die Szenen ab. Beim sogenannten Tethered Shooting werden die Fotos direkt auf einen Monitor übertragen. Der Kunde kann noch während der Aufnahme sehen, ob Haltung, Ausschnitt und Ausdruck passen.
Die gemeinsame Auswahl ist vor allem bei Menschen hilfreich, die mit Fotografieren wenig Erfahrung haben. Stier gibt genaue Hinweise zur Körperhaltung, zu den Händen und zur Blickrichtung. Weil sich die Ergebnisse sofort ansehen lassen, können kleine Änderungen auf der Stelle vorgenommen werden. Der Termin wird dadurch nicht zur Suche nach einem einzigen zufällig gelungenen Foto.
Nach dem Shooting werden die ausgewählten Dateien bearbeitet. Dazu zählen Farb- und Helligkeitskorrekturen sowie Retuschen, bei denen die Personen wiedererkennbar bleiben sollen. Für den späteren Einsatz braucht eine Website andere Dateigrößen als eine Druckerei. Auch Farbprofile und Bildausschnitte werden bei Bedarf angepasst. Die vereinbarten Nutzungsrechte müssen die vorgesehenen Veröffentlichungen abdecken.
Für größere Organisationen kann die fotografische Produktion Teil eines längeren Ablaufs sein. Auf die Bildübergabe folgen dann Gestaltung, Freigaben, Druck oder die Veröffentlichung in verschiedenen digitalen Formaten. Wenn diese Schritte bereits beim Briefing bekannt sind, kann die Fotografin die Aufnahmen darauf vorbereiten.
Ein pauschaler wirtschaftlicher Nutzen lässt sich daraus nicht berechnen. Wer jedoch später für jede neue Broschüre ein passendes Bild suchen oder einen Ausschnitt nachträglich retten muss, kennt den Aufwand. Eine im Voraus geplante Serie verringert zumindest die Zahl solcher improvisierten Lösungen.
BERGSTRASSE / BENSHEIM, HEPPENHEIM UND LORSCH
Kurze Wege, unterschiedliche Betriebe
Bensheim, Heppenheim und Lorsch liegen nah beieinander, ihre Unternehmen haben jedoch sehr unterschiedliche Anforderungen an die Außendarstellung. Selbstständige Berater benötigen oft wenige, vielfältig verwendbare Porträts. Handwerksbetriebe und Hersteller möchten zeigen, wie sie arbeiten. Arztpraxen müssen zusätzlich Räume, Team und Abläufe verständlich darstellen.
Ein Beispiel dafür ist die Arbeit für die neurologische Privatpraxis von Prof. Dr. Silke Walter in Lorsch. Für ihren Webauftritt fotografierte Stier Porträts, Mitarbeitende, Behandlungs- und Raumsituationen. Eine solche Serie ist Praxisfotografie. Die Aufgaben ähneln dennoch denen einer Personal-Branding-Produktion: Menschen sollen sich ein Bild von der Praxis machen können, bevor sie sie betreten.
Zum Projekt: Praxisfotografie für Prof. Dr. Silke Walter in Lorsch.
Für Betriebe der Region kann die Zusammenarbeit mit einem Studio vor Ort die Abstimmung erleichtern. Vor allem dann, wenn Motive kurzfristig besprochen oder Mitarbeiter für Aufnahmen koordiniert werden müssen. Andere Projekte finden direkt in den Unternehmen statt. Entscheidend ist, welcher Ort die besseren Bilder für die vorgesehene Verwendung liefert.
Stier empfiehlt, vor einer neuen Produktion zuerst die vorhandenen Bildbestände durchzusehen. Passen die Profilfotos zu den Bildern auf der Website? Gibt es ein brauchbares Pressebild? Können Stellenanzeigen mit Aufnahmen des tatsächlichen Arbeitsplatzes versehen werden? Und haben Grafiker für Überschriften genügend Platz im Motiv? Solche Fragen lassen sich meist anhand konkreter Dateien beantworten.
BILDNUTZUNG / DAUERHAFT EINSETZBARE MOTIVE
Fotos für mehr als einen Anlass
Unternehmen investieren in Fotos, weil sie Menschen, Leistungen und Arbeitsorte sichtbar machen wollen. Wie lange eine Aufnahme verwendet werden kann, hängt von Veränderungen im Betrieb, von Kleidung, Räumen und dem eigenen Auftritt ab. Eine sorgfältig geplante Bildserie bietet dafür einen größeren Spielraum als eine Sammlung zufällig entstandener Aufnahmen.
Stier bringt ihren Ansatz auf einen Satz: „Jedes Bild bekommt einen konkreten Business-Job.“ In der Praxis bedeutet das: Noch vor dem Termin ist bekannt, ob eine Aufnahme für eine Website, ein Profil, die Presse oder eine andere Aufgabe vorgesehen ist. Wenn später jemand nach einem Motiv fragt, soll die passende Datei bereits vorhanden sein.
Ausführliche Beispiele sind im Fachbeitrag auf der Website von Annette Stier dokumentiert. Informationen zu Shooting und Leistungen finden Interessierte unter Personal-Branding-Fotografie in Bensheim.
ZUR PERSON / ANNETTE STIER
Über Annette Stier
Annette Stier ist Fotografenmeisterin (Bachelor Professional im Fotografenhandwerk). Seit 2002 betreibt sie ein eigenes Fotostudio in Bensheim an der Hessischen Bergstraße. Insgesamt verfügt sie über mehr als 30 Jahre Berufserfahrung.
Im rund 150 Quadratmeter großen Loft-Studio fotografiert sie unter anderem Geschäftsführungen, Selbstständige und Berater. Weitere Aufträge entstehen in Unternehmen, Praxen und an anderen Arbeitsorten. Zu ihren Leistungen gehören Businessporträts, Personal Branding, Praxis- und Unternehmensfotografie sowie die Produktion von Kampagnenmotiven.
Redaktioneller Hinweis: Die aufgeführten Projekte sind Arbeiten von Annette Stier; Angaben zu den Produktionen beruhen auf ihren Projektbeschreibungen. Bei den Porträts zur Kreistagswahl 2026 lagen Konzept und Kampagnengestaltung bei der verantwortlichen Agentur.


