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Wie funktioniert die Wärmepumpe?

Bundesverband Wärmepumpe (BWP)

von Katja Weinhold · · 2 Minuten Lesezeit

Wärmepumpen – Clever heizen mit Umweltenergie

Wärmepumpen sind echte Klima-Helden: Sie nutzen etwa 75 Prozent der Energie zum Heizen aus der Umwelt – aus Luft, Erdreich oder Grundwasser. Nur ein kleiner Teil Strom ist nötig, damit die Anlage läuft. So können Sie kostengünstig und umweltfreundlich für wohlige Wärme sorgen.

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Das Prinzip: Ein Kühlschrank – nur umgekehrt

Haben Sie sich jemals gefragt, warum Ihr Kühlschrank kalt bleibt? Im Grunde funktioniert er wie eine Wärmepumpe, nur andersherum. Der Kühlschrank entzieht seinem Inneren Wärme und gibt sie nach draußen ab – die Wärmepumpe klaut dem Außenbereich die Wärme und gibt sie an Ihr Zuhause weiter. Das Besondere: Dabei wird ein physikalisches Prinzip genutzt (Joule-Thomson-Effekt), das es möglich macht, Wärme gegen das natürliche Temperaturgefälle "umzuleiten". So bleibt es drinnen warm, auch wenn es draußen frostig ist.

Verschiedene Wärmequellen – je nach Bedarf

Wärmepumpen können ihre Energie aus drei Quellen ziehen:

  • Luft: Die Luft-Wasser-Wärmepumpe nutzt Außenluft – auch im Winter. Sie lässt sich rasch installieren und eignet sich für viele Gebäudearten.
  • Erdreich: Die Erdwärmepumpe nutzt tiefe Bodentemperaturen über Erdkollektoren oder -sonden. Sie ist sehr effizient, benötigt aber Erdarbeiten.
  • Grundwasser: Die Wasser-Wasser-Wärmepumpe gewinnt Wärme aus dem Grundwasser. Hierbei sind Genehmigungen und gewisse Wasserqualitäten notwendig.

Welche Quelle für Sie am besten passt, hängt von Grundstück, Budget und lokalen Vorgaben ab.

Aus drei Teilen – so ist die Wärmepumpe aufgebaut

Eine Wärmepumpen-Heizungsanlage besitzt drei Kernkomponenten:

  1. Wärmequellenanlage: Sie entzieht der Umgebung die Energie – sei es aus Luft, Boden oder Wasser.
  2. Wärmepumpe: Hier wird die gewonnene Umweltwärme so "aufbereitet", dass sie zum Heizen taugt.
  3. Wärmeverteil- und Speichersystem: Damit wird die Wärme im Haus verteilt oder gespeichert, zum Beispiel in Fußbodenheizungen oder Heizkörpern.

Mehr als Heizen: Auch für die Abkühlung geeignet

Wussten Sie, dass Wärmepumpen nicht nur heizen, sondern in Verbindung mit einer Flächenheizung auch kühlen können? Während klassische Heizungen an heißen Tagen gar nichts nützen, hilft die Wärmepumpe, Ihr Haus angenehm temperiert zu halten.

Gut fürs Klima, schlau fürs Portemonnaie

Wer sich für eine Wärmepumpe entscheidet, tut nicht nur der Umwelt etwas Gutes. Dank der Nutzung von kostenfreier Umweltwärme und bewährter Technik sparen Sie langfristig auch Geld und setzen auf eine zukunftssichere Heizlösung.

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