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Heizungstausch mit Wärmepumpe: Na klar geht das!

Bundesverband Wärmepumpe (BWP)

von Katja Weinhold · · 2 Minuten Lesezeit

Rund 35 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland entfallen auf die Bereitstellung von Raumwärme und Warmwasser in Gebäuden. Erstaunliche 40 Prozent der deutschen CO₂-Emissionen entstehen in diesem Bereich – Grund genug, das eigene Heizsystem einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Besonders in Bestandsgebäuden sind veraltete oder ineffiziente Heizungsanlagen die Regel. Fossiles Öl oder Gas bei über 1.000 °C zu verbrennen, um Räume auf angenehme 20 °C zu bringen, führt zwangsläufig zu erheblichen Energieverlusten.

Moderne Wärmepumpen: Effizient & klimaschonend sanieren

Ein Heizungstausch hin zu einer Wärmepumpe ist eine der effektivsten Maßnahmen, um den Energieverbrauch und CO₂-Ausstoß im eigenen Haus zu senken und dabei sogar den Immobilienwert nachhaltig zu sichern. Zahlreiche staatliche Förderprogramme wie die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) unterstützen Sie seit 2024 beim Umstieg finanziell: Zuschüsse von bis zu 70 % der Kosten sind, abhängig von Haushaltsgröße und Ausgangslage, möglich.

Flächenheizung und Wärmepumpe – die perfekte Kombination

Für maximale Effizienz lohnt sich die Kombination der Wärmepumpe mit einem Flächenheizsystem. Ist der Einbau einer Fußbodenheizung im Altbau nicht möglich, bieten sich Flächenheizungen an Wand oder Decke an. Diese verteilen die Wärme großflächig mit niedrigen Vorlauftemperaturen – optimal für den Betrieb der Wärmepumpe. So kann mit minimalem Energieaufwand geheizt (und über Flächenheizung sogar gekühlt) werden.

  • Qualität ist entscheidend
    • Verlassen Sie sich auf Unternehmen, die Erfahrung mit Wärmepumpen nachweisen können. Referenzanlagen und das EUCERT-Gütezeichen geben Ihnen zusätzliche Sicherheit.
    • Holen Sie sich mindestens drei Angebote ein und vergleichen Sie nicht nur die Preise, sondern auch die angebotene Technik und Referenzen.
    • Wählen Sie Anlagen mit EHPA-Gütesiegel – diese stehen für geprüfte Effizienz und guten Kundenservice.
    • Bedenken Sie: Gute Planung und hochwertige Komponenten zahlen sich langfristig durch niedrige Betriebskosten aus.
  • Das Gesamtkonzept muss stimmen
    • Nehmen Sie Beratung und Planung aus einer Hand in Anspruch. So vermeiden Sie Schnittstellenprobleme und erhalten ein effizient abgestimmtes System.
    • Auch bei Altbauten ist eine sinnvolle Dämmung Voraussetzung für niedrige Heizkosten.
  • Effizienzfaktor: Temperaturdifferenz minimieren
    • Je geringer die Temperaturdifferenz zwischen der Wärmequelle (z.B. Erdreich, Außenluft) und der Vorlauftemperatur, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe.
    • Mit Flächenheizungen und guter Dämmung können Sie mit 30 bis 35 °C Vorlauftemperatur auskommen – gegenüber klassischen Heizkörpern mit 55–70 °C.
  • Besonderheiten bei Erdwärme (Sole-Wasser-Wärmepumpen)
    • Die Planung und Bohrung sollte ausschließlich von zertifizierten Fachunternehmen (z.B. mit W120-2-Zertifikat) durchgeführt werden.
    • Fragen Sie unbedingt nach der notwendigen Genehmigung und einer verschuldensunabhängigen Versicherung für den Schadensfall.
    • Eine unterdimensionierte und damit zu kurze Erdwärmesonde beeinträchtigt die Effizienz erheblich – lassen Sie alles sorgfältig berechnen und dokumentieren.
  • Besonderheiten bei Luft-Wasser-Wärmepumpen
    • Platzieren Sie das Außengerät nicht direkt neben Schlafzimmern, auf Terrassen oder Grenzbereichen zum Nachbarn – so vermeiden Sie Lärmbelästigung.
    • Die Effizienz ist stärker von der Außentemperatur abhängig als bei Erdwärme. Moderne Systeme sind aber auch bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt leistungsfähig.

Was können Sie selbst tun?

  • Energetische Schwachstellen am Haus identifizieren und Schritt für Schritt beheben, z.B. durch Dämmung von Dach, Fassaden und Fenstern.
  • Heizmatten oder Flächenheizsysteme nachrüsten, falls möglich.
  • Mit Fachbetrieben das beste System für Ihr Gebäude auswählen – Fördermittelberatung inklusive.

Fazit: Wärmepumpe im Altbau – eine zukunftsfähige Investition

Ob Dämmung, Heizungsumstellung oder Förderantrag – ein erfahrener Fachbetrieb unterstützt Sie von der Planung bis zur Inbetriebnahme. Wer bei Auswahl und Einbau auf Qualität setzt, profitiert von langfristigen Einsparungen, verbessert seine CO₂-Bilanz und steigert den Wert seines Hauses spürbar.

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