© Veterama
Am kommenden Wochenende dreht sich auf dem Mannheimer Maimarktgelände wieder alles um alte Autos, Motorräder, Ersatzteile und die Leidenschaft für historische Technik: Vom 9. bis 11. Oktober 2026 findet dort die VETERAMA statt. Mehr als 4.000 Aussteller und unzählige Oldtimerteile, Fahrzeuge und Raritäten machen die Veranstaltung zu einem der größten Treffpunkte der europäischen Oldtimer-Szene.
Was viele Besucher vielleicht nicht wissen: Hinter der VETERAMA steckt auch ein Stück Ladenburger Geschichte.
Angefangen hat alles 1975
Die Geschichte der VETERAMA begann 1975 in Mannheim. Die Oldtimer-Enthusiasten Winfried A. Seidel und Walter Metz wollten ihre Freunde aus der Auto- und Motorradszene zusammenbringen. Aus einer kleinen Tauschbörse mit einigen Dutzend Händlern entwickelte sich über die Jahrzehnte ein riesiger Markt für klassische Mobilität.
Der Name VETERAMA steht dabei für „Veteranen-Markt-Mannheim“. Aus der kleinen Veranstaltung von damals wurde ein europaweit bekanntes Treffen für Sammler, Restauratoren, Schrauber und Liebhaber historischer Fahrzeuge.
Heute werden auf dem Mannheimer Maimarktgelände auf rund 260.000 Quadratmetern Fahrzeuge, Ersatzteile, Zubehör und Automobilia angeboten.
Von der VETERAMA nach Ladenburg
Besonders interessant wird die Geschichte aus Ladenburger Sicht. Denn die VETERAMA GmbH hat ihren Sitz in der Ilvesheimer Straße in Ladenburg – genau dort, wo sich auch das Automuseum Dr. Carl Benz befindet.
Und die Verbindung geht noch tiefer: VETERAMA-Mitgründer Winfried A. Seidel ist der Gründer und langjährige Betreiber des Automuseums Dr. Carl Benz. Seine Leidenschaft für historische Fahrzeuge führte ihn schließlich nach Ladenburg, wo er 2004 die historische Benz-Fabrik erwarb und vor dem Verfall bewahrte. In den ehemaligen Fabrikhallen entstand das heutige Automuseum.
Damit verbindet sich die Geschichte zweier Orte, die für die Automobilgeschichte der Region eine besondere Bedeutung haben: Mannheim als Geburtsort der VETERAMA und Ladenburg als Heimat des Automuseums Dr. Carl Benz.
Die VETERAMA hat sogar beim Aufbau des Museums geholfen
Wie eng beide Projekte miteinander verbunden sind, schilderte Winfried A. Seidel selbst anlässlich des 50-jährigen VETERAMA-Jubiläums im vergangenen Jahr. In seinem Rückblick schreibt er, dass ihm die VETERAMA die finanzielle Möglichkeit gegeben habe, das Automuseum in der historischen Benz-Fabrik aufzubauen.
Mehr noch: Einige der Fahrzeuge und Exponate, die heute im Ladenburger Museum zu sehen sind, standen laut Seidel irgendwann einmal auf einem VETERAMA-Stand zum Verkauf.
So ist die VETERAMA nicht nur ein Markt für historische Fahrzeuge und Ersatzteile. Ein Teil ihrer Geschichte steht heute mitten in Ladenburg.
Dieses Wochenende ist es wieder so weit
Wer die Atmosphäre selbst erleben möchte, kann am Wochenende nach Mannheim fahren. Die VETERAMA öffnet am Freitag, 9. Oktober, von 12 bis 20 Uhr, am Samstag von 8 bis 18 Uhr und am Sonntag von 8 bis 16 Uhr. Auf dem Maimarktgelände warten historische Fahrzeuge, Ersatzteile, Restaurierungsobjekte, Zubehör und zahlreiche Händler aus ganz Europa.
Und vielleicht lohnt sich beim nächsten Besuch im Automuseum Dr. Carl Benz in Ladenburg ein Blick auf die Geschichte hinter den Exponaten: Denn zwischen Mannheim und Ladenburg verläuft eine Oldtimer-Geschichte, die vor mehr als 50 Jahren mit einer kleinen Tauschbörse begann und bis heute weiterlebt.

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